Berliner Landesveranstaltung zum EU-Programm Erasmus+ im Schulbereich "Mehr Erfahren & mehr


Wie auch in den vergangenen Jahren wurde die Landesveranstaltung „Mehr Erfahren & mehr Lernen durch Erasmus+“ von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Zusammenarbeit mit der EuropaBeratung Berlin, den fünf Berliner Erasmus+-Moderator/-innen sowie der Nationalen Agentur für Erasmus+ der KMK beim PAD organisiert.


Die Veranstaltung fand im Europäischen Haus am 12. Dezember 2017 statt und sollte gezielt im Vorfeld der Antragstellung 2018 sowohl Neueinsteigern als auch interessierten Erstantragstellern ein Forum zur vertieften Behandlung von Fachfragen rund um die Antragstellung bieten.

Die Veranstaltung bot Gelegenheit, auf Erreichtes zurückzublicken, Erfolge auszuzeichnen und einen Ausblick auf die nächste Antragsrunde zu geben.

Zukünftige Themen und aufgeworfene Fragen zur nächsten Antragsrunde 2018 wurden im direkten Fachgespräch und in einzelnen Workshops behandelt und bestimmten den regen Erfahrungsaustausch der Teilnehmer/innen.

Die wesentlichen Neuerungen 2018 bestehen in einem großen Mittelzuwachs und in der Wiedereinführung der sog. „kleinen Schulpartnerschaften“, die es Antragstellern im allgemein schulischen Bereich ermöglichen, kleine Projekte mit vereinfachter Antragstellung zu beantragen. Bei diesen Projekten steht die Schülermobilität (Austausch und Begegnung) im Fokus.


Frau Sabine Amirdschanjan, politische Referentin der Europäischen Kommission in Berlin, betonte in ihrem Grußwort die Wichtigkeit der Rolle der Bildung in der Europäischen Zusammenarbeit, die nun durch diverse Politikinitiativen der EU stärker in den Fokus gerückt wurde.

Frau Dr. Christin Müller, Geschäftsführerin der EuropaBeratung Berlin führte durch das Programm und vertrat am Veranstaltungstag die kurzfristig erkrankte Frau Lioy (PAD) zu allen E+-Neuerungen 2018.

Der Vortrag behandelte die Neuerungen des Programms Erasmus+ speziell für die bevorstehende Antragsrunde 2018 im allgemein schulischen Bereich und gewährte zugleich einen Rückblick auf die vergangenen Antragsrunden, Die Präsentationen der Vorträge zu Möglichkeiten für Lernaufenthalte von Lehrkräften und Schulpartnerschaften finden sie hier).

Die Antragsformulare sind auf der Webseite des PAD veröffentlicht. Fest stehen bereits die Antragstermine: Lehrerfortbildungen sind bis zum 01. Februar 2018, Schulpartnerschaften und Strategische Partnerschaften bis zum 21. März 2018 beim PAD zu beantragen.

Hier ist insbesondere auf den Projekttyp „Kleine Schulpartnerschaften“ hinzuweisen, die besonders auf Mobilität von Schulklassen abstellt.

Anders als im Vorjahr wendete sich die Landesveranstaltung auch an Berufsschulen. In den Jahren zuvor fanden parallel zur Landesveranstaltung Antragstellerworkshops für die berufliche Bildung statt. Durch den gemeinsamen Ansatz wird der beruflichen Bildung nun mehr Sichtbarkeit verliehen und die Möglichkeiten zur bereichsübergreifenden Vernetzung (so wie im Erasmus+-Programm angelegt) werden gestärkt.

Entsprechend waren auch die Veranstaltungs-Workshops („Fachforen“) angelegt. Diese wurden von den Erasmus+-Moderatoren, vom PAD, der EuropaBeratung und den „EU-Teams 1+2 Berufliche Bildung““ der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie geleitet und waren schultypübergreifend gestaltet.


Fachforum 1: Kleine Schulpartnerschaften. Leitung: Roland Gröger und Dr. Brigitte Kassel, Erasmus+ Moderatoren

Mit der neuen Förderrunde 2018 wird für Schulen ein neuer Projekttyp "Erasmus+ Schulpartnerschaft“ (School Exchange Partnership) mit einem vereinfachten Antragsverfahren eingeführt. Die Chancen auf eine Förderung zu attraktiven Bedingungen werden dadurch größer.

Das Fachforum behandelte u.a. die folgenden Fragen:

Was bedeutet Leitaktion 2? Wer kann daran teilnehmen? Welche Aktivitäten sind möglich? Welche Mobilitäten stehen zur Verfügung? Wie reicht man einen Antrag ein? Wo gibt es Rat und Hilfe? Die Moderatoren stellten die Kostenbausteine vor, zeigten den Weg zu einem erfolgreichen Antrag in fünf Schritten auf und präsentierten Erfahrungen aus der Praxis.

Fachforum 2: eTwinning Projekte. Leitung: Jana Tokaryk und Kai-Uwe Gösicke, Erasmus+ Moderatoren

Das EU-Programm eTwinning verbindet Schulen sowie vorschulische Einrichtungen in Europa. Diese finden mit eTwinning unkompliziert Partnerschulen für gemeinsame Lernaktivitäten. Auch deutsche Einrichtungen können miteinander kooperieren. Für den fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen eröffnet eTwinning vielfältige Möglichkeiten. Das umfangreiche Fortbildungsangebot umfasst Seminare im In- und Ausland sowie Onlinekurse. Die Teilnehmer konnten hier alles Wesentliche zu den Möglichkeiten und Bedingungen über Ihren Weg zu einer medienpädagogisch und europäisch ausgerichteten Schule mit Hilfe von eTwinning erfahren.

Fachforum 3: Antragswerkstatt Berufliche Bildung – Projekte im schulischen Bereich. Leitung: Dorlies Radike-Thiel und Carl Schuppan, EU-Teams 1+2 der Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Familie, „Berufliche Bildung“

Antragswerkstatt Berufliche Bildung – Projekte im schulischen Bereich. Leitung: Dorlies Radike-Thiel und Carl Schuppan, „EU-Teams 1+2 Berufliche Bildung“ der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie,

Im Zentrum dieser Antragswerkstatt stand die Förderung von Lernaufenthalten im EU-Ausland während und nach der Ausbildung durch das Programm Erasmus+. Es wurden Informationen zu förderfähigen Lernformaten und Hinweise zur Projektdurchführung gegeben (Fremdsprachenassistenten, kleine Partnerschaften…). Die Teilnehmer*innen konnten hier alles Wesentliche zu den Möglichkeiten und Bedingungen für die reguläre Antragstellung als Akteur der beruflichen Bildung im Bereich des Erasmus+ Programmes erfahren.

Fachforum 4: Konsortial-Projekte. Leitung: Sabine Lioy, Pädagogischer Austauschdienst. Dieses Fachforum musste leider ausfallen.

Fachforum 5: Neu bei Erasmus+? Wir laden zum Erfahrungsaustausch! Leitung: Dr. Christin Müller, EuropaBeratung Berlin

„Was Sie schon immer über Erasmus+ wissen wollten, sich aber nicht zu fragen getraut haben … „

Was ist eigentlich Erasmus+? Was wird da grundsätzlich gefördert? Was bringt uns das? Wie können wir da mitmachen? Wieviel Zeit braucht das? Was kann alles schiefgehen? Grundlegende Fragen wie diese standen im Mittelpunkt des Fachforums und wurden in einem offenen Gespräch angeregt behandelt.

Herr Stefan Platzek, Leiter des Referats Berufliche Bildung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie würdigte das Engagement der Berliner Schulen im Erasmus+-Programm. Er betonte in seiner Rede das Ziel der Berliner Bildungspolitik, die europäische Dimension in der Berliner Schule insgesamt zu stärken und bedankte sich insbesondere bei den anwesenden Schulleitungen und Lehrkräften, dass sie an diesem Ziel durch ihre Beteiligung an Erasmus+ entscheidend mitwirken und dies oft zu ehrenamtlichen Bedingungen.

„Auch, wenn die ‚europäische Arbeit’ im Rahmen von E+-Projekten an den Schulen meist als ‚Zusatzgeschäft’ durchgeführt/wahrgenommen wird, ist sie aus der Sicht der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie originärer Bestandteil der Schulentwicklung und Qualitätssicherung.“

Herr Platzek betonte, „dass seitens der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie für diese wertvolle und notwenige Europa-Arbeit durch die Ausgestaltung des Lehrplans (ÜT Europabildung), die Bereitstellung von ergänzenden Lern- und Lehrmaterialien und durch die Bereitstellung und Unterstützung von entsprechenden Beratungs- und Informationsangeboten wie der EuropaBeratung Berlin, den Erasmus+-Moderatoren, sowie den EU-Teams „Berufliche Bildung“ ein entsprechender Rahmen gesetzt wurde.“

Im Anschluss fand die Würdigung beispielhafter Berliner Erasmus+- und eTwinning- Proj